Beweggründe

Zur Ausgangslage und Situation der Jugendlichen mit Migrationshintergrund ist uns bekannt, dass ihnen der Übergang von den allgemeinbildenden Schulen in eine betriebliche Ausbildung, viele von Ihnen, eine große Hürde darstellt. Auch ihren Eltern fällt es sehr schwer, sie in diesem Bereich zu unterstützen. Viele, denen das Ausbildungssystem nicht bekannt ist, können sich bei der großen Vielfalt von Ausbildungsberufen, nur schwer entscheiden. Oft fehlen ihnen auch notwendige Informationen und Entscheidungshilfen, um eine passende Ausbildungsstelle zu finden.

Die Zielgruppe der jungen Migranten aus Süd-Europa, die bereits längere Zeit in Köln leben oder aber auch neu zugewandert sind, haben einen großen Bedarf an beruflicher Orientierung und beruflicher Integration. Diese Gruppe hat ihre Bildungsabschlüsse nicht in Deutschland erworben und benötigt aus diesem Grund mehr Informationen, Beratung und Unterstützung. Neue Wege der Integrationsförderung müssen hier in enger Zusammenarbeit mit den Migranten- und Regelinstitutionen erschlossen, genutzt und öffentlich gemacht werden. Die Generalkonsulate nehmen in der KAUSA Servicestelle Köln eine bedeutende Rolle ein, die gemeinsam mit der Bundesagentur für Arbeit Aktivitäten unterstützen wollen.

Die Erfahrungen aus den Vorgängerprojekten, NEO XEKINIMA und DHW-Ausbildungsprojekt, fließen in das neue Projekt „KAUSA Servicestelle Köln“ über und sorgen für eine nachhaltige Verbesserung der Ausbildungssituation von Jugendlichen insbesondere jungen Migranten, jungen Geflüchteten und der Beteiligung von Unternehmern mit MH. Der berufliche und interkulturelle Hintergrund des Projektteams eröffnet uns generationsübergreifende Zugänge. Wir sprechen im Projekt neben Deutsch, Italienisch, Portugiesisch, Spanisch, Griechisch und Französisch.

Im neuen Projekt werden nicht nur junge Migranten sondern Jugendliche aus allen Herkunftsländern, junge Geflüchtete sowie Unternehmer nicht nur mit MH sondern auch regionale Unternehmen gezielt angesprochen und motiviert werden, mehr Jugendliche, insbesondere mit MH zur Ausbildung zu übernehmen.

Denn diese Jugendliche sind in der Ausbildung unterrepräsentiert und ihre Potentiale werden nicht erkannt. Im Projekt werden sie mit der nötigen Sensibilität, verstärkt angesprochen  und unterstützt, sich für ihre berufliche Zukunft intensiv und aktiv einzusetzen.

Hierbei ist der Erfolg der Projektarbeit im unmittelbaren Zusammenhang mit der Arbeit regionaler Akteure aus dem Bildungsnetzwerk verknüpft.