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DIE DHW GRATULIERT DER OTTO-BENECKE-STIFTUNG ZUM 50-JÄHRIGEN JUBILÄUM IN BONN

2015

DIE DHW GRATULIERT DER OTTO-BENECKE-STIFTUNG ZUM 50-JÄHRIGEN JUBILÄUM IN BONN
15.03.2015

Eigentlich konnte man sich bis Anfang März für die am 12.3. stattfindende Feier melden. Doch der Anmeldeschluss musste auf den 11. Februar vorverlegt werden, da die maximale Teilnehmerzahl (400) an diesem Tag erreicht wurde. So war auch der Andrang groß, als am 12.3. die Otto-Benecke-Stiftung e.V. (OBS) ihr 50-jähriges Jubiläum in Bonn feierte.

Ιn den 50 Jahren ihres Bestehens hat die Otto Benecke Stiftung e.V. (OBS) fast einer halben Million Migrantinnen und Migranten dabei geholfen, in Deutschland Fuß zu fassen. Im Rahmen der Ausstellung „Einwanderungsland Deutschland“ im Bonner Haus der Geschichte hat die OBS Anfang März 2015 ihren Geburtstag mit einem Fachkongress begangen und Glückwünsche aus aller Welt entgegengenommen.

Die Arbeit der Otto Benecke Stiftung e.V. vollzieht sich zumeist im Stillen. Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter helfen Flüchtlingen, Aussiedlern und Asylberechtigten, sich im deutschen Bildungssystem zurechtzufinden. Sie assistieren bei der Anerkennung im Ausland erworbener Bildungsabschlüsse und beim raschen Erwerb deutscher Sprachkenntnisse. Sie vermitteln Integrationskurse und Stipendien. Sie befähigen Migranten, ihr Geschick selbst in die Hand zu nehmen und aktiv am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben – sei es in ihrer neuen oder, falls sie später dorthin zurückkehren wollen, in ihrer alten Heimat.

Hervorgegangen ist die Otto Benecke Stiftung e.V. aus der studentischen Selbstverwaltung, mit Hilfe des Bundes. Gelegentlich wurde sie tätig, wo die Bundesregierung aus außenpolitischer Rücksichtnahme nicht in Erscheinung treten konnte. Die Arbeit der OBS ist ein wichtiger und faszinierender, wenn auch weithin unbekannter Teil der bundesdeutschen Geschichte, insbesondere da heute wieder in großer Zahl Menschen zu uns kommen und in Deutschland leben und arbeiten wollen.

Am gleichen Tag fand auch das 20. Forum Migration im Haus der Geschichte in Bonn statt. Im Kreis von über 300 Fachleuten aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik, Verwaltung und Verbänden wurde die aktuellen Herausforderungen einer an der Förderung von Potenzialen orientierte Integrationspolitik aufgezeigt und über Perspektiven diskutiert. Welche Qualifikationen werden gebraucht und wie können sie erlangt werden?

Seinen Bericht betitelte der Bonner Generalanzeiger „Migrationsforschung: Die „german kulturangst“ vor der Überfremdung“ und schrieb darüber, wie Migrationsforscher Klaus J. Bade und andere Experten Fragen von Einwanderung und Willkommenskultur erörterten. Integration sei keine Einbahnstraße, so der GeneralAnzeiger. Weiter heißt es im Bericht des GeneralAnzeigers: Und da Bade ein Freund klarer Worte und provokanter Zuspitzungen ist, übersetzte er die Bedeutung seines alten Satzes mit hörbarer Lust ins Heute: “Man muss den Deutschen Manieren beibringen, wie man mit Einwanderern umgeht.” Nicht umsonst war der Titel der sich anschließenden Podiumsdiskussion mit einem Fragezeichen versehen: “Willkommen im Einwanderungsland?” Wenn auch Manfred Schmidt als einer der Teilnehmer der Diskussion nicht so weit wie Bade gehen wollte, gemahnte der Präsident des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge doch, “Respekt dem Anderen gegenüber” müsse Grundlage der Willkommenskultur sein. Diese Einstellung versuche man auch in den Amtsstuben zu etablieren.

Bade hatte für die Diskussion in seinem pointierten, bisweilen humorvollen Vortrag Steilvorlagen geliefert: Deutschland sei der imperiale Profiteur von Einwanderung, denn die Migranten seien jünger und besser gebildet als der deutsche Durchschnitt. Obwohl Deutschland Einwanderung brauche, sei die Willkommenskultur zweifelhaft und bisweilen eher eine Willkommenstechnik. Und doch: “Das Einwanderungsland Kanada hat sein Punktesystem abgeschafft und schaut nach Deutschland.” Hierzulande aber herrsche nicht selten die im Ausland belächelte “german kulturangst” vor Überfremdung.

Für ihre Arbeit als sehr interessant stuften Christina Alexoglou-Patelkos und Silvio Vallecoccia vom DHW-Projekt, KAUSA Servicestelle Köln, die Erfahrungen und Informationen ein, die sie an diesem Tag in Bonn mitnahmen. Leuchtendes Beispiel dabei die Studie „Deutschland postmigrantisch II – Einstellungen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen zur Gesellschaft, Religion und Identität“, die Dr. Naika Foroutan vom Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM) vorstellte. „Die Studie“, so die Leiterin der KAUSA Servicestelle Köln Christina Alexoglou-Patelkos, „gibt interessante Auskunft zur Problematik, warum Jugendliche und junge Erwachsene mit Migrationshintergrund es schwerer beim Berufseinstieg haben. Schließlich hat die Studie diese Personengruppen direkt befragt und somit sind die Informationen authentisch.“

 

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