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DIE MIGRANTENORGANISARIONEN (MO) ALS AKTEURE IN EINEM INTERGRATIONSKONZEPT ETABLIEREN UND FÖRDERN

2016

DIE MIGRANTENORGANISARIONEN (MO)  ALS AKTEURE IN EINEM INTERGRATIONSKONZEPT ETABLIEREN UND FÖRDERN
01.12.2016

Die Migrantenorganisationen (MO) als Akteure in einem neuen Integrationskonzept etablieren und fördern.

In der bildungspolitischen Integrationsdebatte in Deutschland wird immer wieder die Bedeutung der Migrantenorganisationen hervorgehoben. Dabei handelt es sich um Organisationen, die entweder aus Menschen mit Migrationshintergrund bestehen oder sich vornehmlich um Migranten kümmern. Sie bilden die wichtigsten Brücken zu den jeweiligen ethnischen Gruppen. Viele von ihnen schaffen Vernetzungen und Kooperationen mit Bildungsakteuren und eröffnen damit weitere Zugänge zu Menschen mit Migrationshintergrund. Das geschieht auf ehrenamtlicher Ebene über Projekte in verschiedenen Bereichen, die nicht auf Langfristigkeit und Nachhaltigkeit angelegt sind. Deshalb sind sich alle Bildungsakteure einig: Damit das gelingen kann, muss ein Konzept entwickelt werden, dass die Migrantenorganisationen gezielt und angemessen fördert.

In Deutschland gibt es viele Migrantenorganisationen, die sich für die berufliche Bildung außerschulisch aktiv einsetzen, eine Reihe von Aktivitäten in ihren Vereinen durchführen und sich auch an verschiedenen Veranstaltungsaktivitäten beteiligen. Sie sind in ihrer ethnischen Community und bei den regionalen Akteuren als Bildungspartner anerkannt. Zu ihnen kommen sehr viele Eltern, die Fragen zum deutschen Schul- und Ausbildungssystem haben. Eltern wollen für ihre Kinder die beste Schulbildung ermöglichen. Es ist ihnen wichtig, dass sie das deutsche Bildungssystem verstehen und für ihre Kinder rechtzeitig die richtigen Entscheidungen treffen. Auch in den Schulen ist Berufsorientierung ein wichtiger Inhalt im Stundenplan. Eltern sollten sich immer mehr an Schulaktivitäten engagieren und an den Elternsprechtagen teilnehmen. Sie sollen ihre Kinder in der Schule und im Übergang von der Schule zur Ausbildung oder zum Studium optimal unterstützen können. Bei Sprachbarrieren, können Vertreter von Migrantenorganisationen, die sehr oft auch selber Eltern sind, anderen Eltern in schulischen und beruflichen Fragen helfen.

Damit diese Vertreter in den Migrantenorganisationen ihre Funktion als Bildungs- und Brückenbauer langfristig, nachhaltig und erfolgreich führen können, ist es wichtig, sie mit den Ansprechpartnern der Beratungsstellen aus den öffentlichen Einrichtungen zusammen zu bringen. Eine Form des regelmäßigen Informations- und Erfahrungsaustausches zwischen den Bildungs-Brückenbauer in den Migrantenorganisationen und den Ansprechpartnern in den Beratungsstellen der öffentlichen Einrichtungen muss gebildet und gepflegt werden. Zu den Informationen gehören die Angebote beruflicher Bildung der Kommunen und der kommunalen Integrationszentren, der Kammern, der Wirtschaftsverbänden und der regionalen Unternehmen. Wichtigste Stütze der Migrantenorganisationen dabei sind die Mitglieder, die vorwiegend ehrenamtlich arbeiten und ihre Landsleute unterstützen.

Immer wieder stellt sich die Frage: Wenn Migrantenorganisationen so wichtig sind und ihre Rolle in fast allen Integrationskonzepten besonders hervorgehoben wird, warum werden sie dann nur als ehrenamtliche Helfer genutzt? Warum werden die engagierten Mitglieder aus Migrantenorganisationen nicht als gleichwertige Partner in den Gremien beruflicher Bildung einbezogen? Migrantenorganisationen müssen personell und finanziell in der Lage versetzt werden, hauptamtliche Mitarbeiter zu beschäftigen, die als feste Ansprechpartner verbindlich zwischen den Bildungspartnern und den Familien mit ihren Kindern und Jugendlichen agieren können. Dadurch würden sicherlich viel bessere Beratungsergebnisse bei den öffentlichen Einrichtungen erzielt werden. Die positiven Entwicklungen auf allen Seiten, aufgrund der guten Vernetzungen und Kooperationen, würden allen sehr viel Nutzen bringen: Den regionalen Bildungseinrichtungen, den Migrantenorganisationen, den Familien und nicht zuletzt den Jugendlichen.

Es muss sichergestellt werden, dass alle ethnischen Gruppen und zwar unabhängig davon, ob sie in Deutschland länger leben oder erst kürzlich aus Süd-Europa oder aus Kriegsgebieten eingereist sind, den Zugang zur beruflichen Bildung bekommen. Die Vorteile einer beruflichen Integration von allen Jugendlichen – mit und ohne Migrationshintergrund – sind für Politik, Gesellschaft und Wirtschaft auf nationaler und internationaler Ebene von großer Bedeutung. Entscheidend ist auch, immer mehr und intensiver Ausbildungspotentiale von Unternehmern mit Migrationshintergrund zu erkennen, sie als Ausbilder zu gewinnen und sie zu motivieren, sich in Wirtschaftsgremien zu beteiligen.

Die Deutsch-Hellenische Wirtschaftsvereinigung e.V. (DHW) versteht sich auch als Migrantenorganisation, die die berufliche Integration von Menschen mit Migrationshintergrund über Projekte unterstützt. Seit 2006 führt sie als Trägerin verschiedene KAUSA-Projekte im Rahmen des Bundesprogramms „JOBSTARTER-Für die Zukunft ausbilden!“durch. Aufgrund der hauptamtlichen Mitarbeiter in den Bildungsprojekten ist es der Deutsch-Hellenischen Wirtschaftsvereinigung gelungen, sich in Fragen beruflicher Bildung in Deutschland zu etablieren. Besonders in den letzten fünf Jahren und aufgrund der griechischen Wirtschaftskrise, wird die DHW immer häufiger von griechischen Jugendlichen, Familien mit ihren Kindern und Unternehmern aufgesucht. Sie wollen sich in Deutschland niederlassen und die DHW ist dabei sehr oft ihre erste kompetente Anlaufstelle, die aber diese Arbeit ehrenamtlich leistet. “http://www.bildungsoffensive-migrantenorganisationen.de/praxisbeispiele/ausserschulische-bildung-deutsch-hellenische-wirtschaftsvereinigung-e-v”: http://www.bildungsoffensive-migrantenorganisationen.de/praxisbeispiele/ausserschulische-bildung-deutsch-hellenische-wirtschaftsvereinigung-e-v

 

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