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DHW - WIRTSCHAFTSKONFERENZ 2016

2016

DHW - WIRTSCHAFTSKONFERENZ 2016
01.11.2016

FUCHTEL UND MARDAS: Durch Kooperationen kommt man weiter!
Berlin, Oktober 2016. Die gemeinsame Einsicht, dass man durch deutsch-griechische Kooperationen nicht nur ein ganzes Stück weiterkommt, sondern auch viel besser die Krise bekämpft und überwindet, war das Credo der diesjährigen Wirtschaftskonferenz der Deutsch-Hellenischen Wirtschaftsvereinigung. Gastgeber der Konferenz 2016 war der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und Beauftragter der Bundesregierung für die Deutsch-Griechische Versammlung Hans-Joachim Fuchtel. Gleichzeitig empfing er vor der Konferenz, in seinem Berliner Amtssitz, den Staatssekretär für Internationale Wirtschaftsbeziehungen im Außenministerium Griechenlands, Prof. Dr. D. Mardas, der wegen dieses Ereignisses in die Bundeshauptstadt gekommen war.
In seinem Grußwort – auch im Namen der Bundeskanzlerin – hob Fuchtel die breite Zusammenarbeit von inzwischen 120 deutschen und griechischen Städten und Regionen/Landkreisen im Rahmen der Deutsch-Griechischen Versammlung hervor. Gleichzeitig gibt es in der Zwischenzeit auch eine Reihe von wegweisenden Gesprächen mit mehreren griechischen Ministerien insbesondere in den Bereichen Landwirtschaft und Tourismus. Die Kammerpartnerschaft ist ein weiterer Schwerpunkt, der für die Verbreitung der dualen Ausbildung in Griechenland sehr wichtig ist. „Ohne Ausbildung keine Startups und ohne Startups kein Mittelstand“, so Fuchtels Devise. Stolz sei er außerdem nicht nur über die Einsiedlung der ProCredit Bank in Griechenland, die bei der Finanzierung von KMUs aktiv werden soll sondern auch über die Erfolge im Tourismus. Mit Hilfe des Wander- und Pilgertourismus soll die touristische Saison verlängert werden.
Professor Mardas unterstrich die Bedeutung von Kooperationen in Zeiten der Krise und dankte der Bundesregierung für ihr aktives Engagement für Griechenland. Dieses wäre nicht nur international sondern auch innereuropäisch einmalig. „Lasst die Vergangenheit, Vergangenheit sein. Wir müssen nach vorne schauen und die Veranstaltung heute ist ein sehr gutes Beispiel und Vorbild dafür“, betonte Mardas gegenüber der Presse. Er befürwortete die Zusammenarbeit der Kammern, insbesondere für Griechenlands Peripherie und stellte das Projekt ProGreece, eine Initiative der Deutsch-Griechischen IHK und des Exporteurverbandes Nordgriechenlands, vor. ProGreece ist eine Internetplattform, die deutsche und griechische Unternehmen näher bringen und zu gegenseitiger Unterstützung im Auftragsbereich führen soll.
Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Thomas Rachel, berichtete in einem ausführlichen Impulsreferat über die deutsch-griechische Forschungskooperation und unterstrich deren Bedeutung für die Förderung des akademischen Nachwuchses. „Nirgendwo in der EU sind die Auswirkungen der Krise so deutlich zu spüren wie in Griechenland“, sagte Rachel und begründete damit die Bemühungen der Bundesregierung, mit Hilfe von Förderung für Forschung und Bildung, die akademische Jugend zum Verbleib in Griechenland zu bewegen. Schließlich wären Forschung und Innovationen wichtige Treiber zur Überwindung der Krise. Deshalb freute sich Rachel auch über den Beschluss der griechischen Regierung, sehr bald eine nationale Agentur für Forschung zu installieren.
Thomas Ossowski, Beauftragter des Auswärtigen Amtes für die Beziehungen zu den EU-Mitgliedstaaten, berichtete über Deutschlands Außenpolitik gegenüber Griechenland und in Südosteuropa. Er unterstrich die Bedeutung einer strukturellen Zusammenarbeit zwischen den Außenministerien beider Länder und resümierte diese in sieben Punkten: Die Wichtigkeit Stereotypen im deutsch-griechischen Geschehen abzuschaffen; Griechenland kann sich auf Deutschland verlassen; Deutschland wird Griechenland unterstützen, den schweren Reformweg zu schaffen und wieder zu Wachstum zu gelangen – hier gäbe es noch ausreichend großes Potenzial; Gemeinsam kann Europa die jetzigen und zukünftigen Gefahren bewältigen – deshalb müssen Deutschland und Griechenland gemeinsam Antworten finden; In der Flüchtlingskrise sind Deutschland und Griechenland extreme Anlaufländer und benötigen deshalb ein gemeinsames Vorgehen; Im Umgang mit der Türkei ist der enge Dialog beider Länder enorm wichtig – Deutschland will tatkräftig dabei helfen, auch das Zypernproblem zu lösen; Zur gemeinsamen Gestaltung der Zukunft unterstützt das Auswärtige Amt den Aufbau des deutsch-griechischen Jugendwerkes aktiv mit – dieses soll das Band zwischen beiden Nationen festigen. In der späteren Diskussion kam er auch auf das Thema Frontex zu sprechen, die nach Griechenlands Antrag nunmehr zu einer echten europäischen Grenzschutzmacht wird.
Die Panels der Veranstaltung waren thematisch und personell so besetzt, dass über diese auch die Mitwirkung der DHW erkennbar werden sollte. Im ersten Panel über deutsch-griechische Unternehmenskooperationen und das Projekt ProGreece, das die DHW aktiv unterstützt, wurden Synergien auf deutscher und griechischer Seite von Dr. Kyriakos Loufakis (Präsident des Exporteurverbandes Nordgriechenlands SEVE), Matthias Hoffmann (DG-IHK Thessaloniki) und Xenia Melidou (SYSTEC S.A.) vorgestellt. Dr. Corinna Bölhoff vom Bundeswirtschaftsministerium berichtete über die Delegationsreise von Vizekanzler Sigmar Gabriel in Athen letzten Juni und hob die hohe Beteiligung griechischstämmiger Unternehmer hervor. Immerhin waren ein Viertel der Unternehmerdelegation Mitglieder der DHW. Das BMWi sieht in diesen Brückenbauer und den besten Grundstein für eine enge Zusammenarbeit insbesondere auf KMU-Ebene. Die Delegationsreise bezeichnete sie als Erfolg, denn dabei wurden zwei Kooperationsvereinbarungen unterschrieben, eine im Bereich Energie mit Schwerpunkt erneuerbare Energien, und eine zweite zur Förderung deutscher Investitionen in Griechenland. Dimitris Koranis von der DHW-Sektion Nürnberg und Chapter Director Consultant des BNI Nürnberg informierte über den Aufbau eines BNI-Netzes in Griechenland, das nicht zuletzt auch mit seiner Unterstützung erfolgt ist. BNI steht für Business Network International und ist ein Netzwerk von KMU und Freiberufler, die durch gegenseitiges Kennenlernen sich aktiv geschäftlich unterstützen und Umsätze generieren.
Im zweiten Panel konnten Thomas Thomer vom Bundesfamilienministerium und Natali Petala-Weber von der IJAB-Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der BRD Aktuelles über das Deutsch-Griechische Jugendwerk informieren und die Herausforderung an beiden Seiten, dieses erfolgreich zu installieren. Beide waren allerdings erfreut über eine Reihe von gelungenen Jugendaustauschen, die größtenteils privat oder aufgrund von Städtepartnerschaften organisiert wurden. Christina Alexoglou-Patelkos nannte dabei als gutes Beispiel das Projekt „Beruf.Kennen.Lernen“, das auf einer Tagung des Familienministeriums in Bad Honnef 2015 entwickelt wurde und von der DHW in Kooperation mit der Stadt Köln und der Insel Kefalonia erfolgreich durchgeführt worden ist (https://agorayouth.com/2016/03/16/hoertipp-die-jugendbegegnung-beruf-kennen-lernen-zwischen-koeln-und-kefalonia/).
Herausragend war die Teilnahme vom Präsidenten des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks und der HWK zu Köln Hans-Peter Wollseifer am Panel über die deutsch-griechischen Kammerkooperationen. Zusammen mit dem Vizepräsidenten der IHK von Thessaloniki Manolis Vlachogiannis präsentierten sie die Erfolge und Perspektiven deutsch-griechischer Kammerkooperationen und deren Bedeutung für die berufliche Bildung sowie die Gründung und Stärkung kleinerer und mittlerer Betriebe in Griechenlands Peripherie. Beispielhaft wurden dabei die Unterzeichnung eines Memorandum of Understanding zwischen der IHK und HWK Köln einerseits und den Kammern von Thessaloniki andererseits sowie der Kammern von Hamburg und Piräus genannt. Gabriele Stock von der Koordinierungsstelle der DGV beim BMZ hob dabei die aktive Mitwirkung der DHW beim Abschluss der Kammerkooperation Köln-Thessaloniki hervor.
Die beiden letzten Panels sollten den Focus auf den Beitrag der griechischen Wirtschaftsdiaspora in Deutschland bei der Überwindung der Krise in Griechenland und der Stärkung der hellenischen Kultur in Deutschland werfen. Über die Bedeutung der Bildung und der Unterbringung von qualifizierten Menschen aus Griechenland in Deutschland sowie die Unterstützung von griechischen Startups diskutierten Sofia Tornikidou (Koordinierungsstelle DGV beim BMZ), Eric Mordoh (Academic Pool), Dr. Wassili Kazakos (Eulenausathen.com) und Florian Nöll (Vorsitzender des Verbandes Deutscher Startups). Sotiris Laganopoulos von der Bodossakis Stiftung in Athen stellte die aktuellen Projekte der Stiftung vor und erinnerte an die Mitwirkung der DHW bei der Unterbringung von Stipendiaten als Praktikanten in deutschen Betrieben. Die Bodossakis Stiftung bemüht sich Synergien mit deutschen Stiftungen aufzubauen, um stärker in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Umwelt und Soziales aktiv zu werden und innovative junge Unternehmer in ihren Exportbemühungen fachmännisch zu unterstützen. Die DHW soll diesen Unternehmern den Zugang zum deutschen Markt ermöglichen. Christian Strob, Projektleiter Völkerverständigung Europa und seine Nachbarn der Robert Bosch Stiftung informierte über das Programm „START – Create Cultural Change“, das griechischen Stipendiaten die Chance bietet, sich im internationalen Kulturmanagement zu qualifizieren. START ist ein Programm der Robert Bosch Stiftung, das in Kooperation mit dem Goethe-Institut Thessaloniki und der Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren e.V. durchgeführt wird. Dr. Konstantin Kosmas stellte das Programm und die neuesten Veröffentlichungen des Centrum Modernes Griechenland an der FU Berlin vor und der Historiker und Blogger Konstantin Sakkas machte auf die Entwicklungen auf dem griechischen Arbeitsmarkt, bedingt durch die Finanz- und Wirtschaftskrise, aufmerksam. Griechenland würde sich langsam aber sicher zu einer Art Vorboten für zukünftige Veränderungen in der Arbeitsverteilung entwickeln, da durch die Digitalisierung und Robotik immer mehr Arbeitsplätze wegfallen. Hier müssten die großen und potenten Unternehmen einsteigen und ihre horrenden Gewinne in soziale, kulturelle und kreative Projekte, so wie z.B. die BOSCH-Stiftung, investieren.
Vorstand und Mitglieder der DHW waren nicht nur mit der Anwesenheit von so viel Prominenz und der Teilnahme von fünf deutschen Ministerien sondern auch mit den Lobeshymnen auf die DHW, ihre Arbeit und ihre Mitwirkung, sehr zufrieden. Staatssekretär Fuchtel (BMZ) nannte die DHW die einzige deutsch-griechische Organisation, mit der man erfolgversprechend zusammenarbeiten und um fachkundigen Rat bitten kann. Staatssekretär Thomas Rachel (BMBF) dankte der DHW, denn ohne ihr Netzwerk wäre keine erfolgreiche Kooperation möglich und Botschafter Ossowski vom Auswärtigen Amt hob die Rolle der DHW als Brückenbauer, nicht nur im wirtschaftlichen Bereich, hervor. Unternehmer, Politiker, Journalisten und Verbandsvertreter stellten unisono fest: Die DHW ist in Berlin angekommen! Alles in allem ein erfreulicher und ermutigender Ansporn, den eingeschlagenen Weg fortzusetzen und nicht stehen zu bleiben. Darüber hinaus die vielen Anregungen nutzen, um weiterhin Impulse aus Deutschland auf gleicher Augenhöhe nach Griechenland zu vermitteln und zur Wirkung kommen lassen.

 

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Die Elliniki Gnomi ist ein langjähriger Medienpartner der DHW.

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Die Griechenland Zeitung (ehemals Athener Zeitung) ist ein langjähriger Medienpartner der DHW.

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