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DHW-MITGLIED PAUL GULGOLOU STIFTET KREUZSTEIN IN JENA

2016

DHW-MITGLIED PAUL GULGOLOU STIFTET KREUZSTEIN IN JENA
18.04.2016

Jena. Als Zeichen der Erinnerung an die etwa 1,5 Millionen Opfer des Völkermordes an den Armeniern im Osmanischen Reich im Ersten Weltkrieg wird am Sonntag, dem 17. April, ab 11.30 Uhr auf der Wiese an der Camsdorfer Brücke gegenüber der Landfeste ein Kreuzstein aufgestellt. Dieser Stein, ein ­sogenannter Khachkar, ist auch dem Gedenken an die ermordeten christlichen Aramäer, Assyrer und kleinasiatischen Griechen gewidmet. Gestiftet hat diesen Stein Paul Guloglou, der in Aleppo/Syrien als Sohn armenisch-griechischer Eltern geborene Geschäftsführer einer Firma, die bei Leipzig und in Laasdorf ihren Sitz hat. Der etwa zwei Meter hohe, kunstvoll gearbeitete Stein befindet sich gegenwärtig auf dem Transport aus Armenien nach Jena, wo er am Sonnabend ankommen soll. Zur Einweihung des Kreuzes am Sonntag werden die Botschafter Armeniens und Griechenlands sowie der armenische Erzbischof aus Köln erwartet. Zu der Zeremonie, die von einem ­Kulturprogramm umrahmt wird, sind die Jenaer herzlich eingeladen.
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Der Kreuzstein, der in Jena aufgestellt wird. Foto: Stadtverwaltung Der Kreuzstein, der in Jena aufgestellt wird. Foto: Stadtverwaltung

Bisher gibt es solche Steine, die seit der frühchristlichen Zeit zur armenischen Kultur gehören und Leben, Fruchtbarkeit, Fortdauer, Menschlichkeit und Liebe symbolisieren, in vier deutschen Städten mit armenischen Gemeinden, darunter in Halle. Jena ist dann die fünfte Stadt, die sich dieser Tradition des Setzens von Khachkaren angeschlossen hat, basierend auf einem Beschluss des Kulturausschusses vom vergangenen Jahr.

Zu den Motiven, einen Stein in Jena aufzustellen, sagte OB Albrecht Schröter, dass sich die Stadt Jena damit zur deutschen Mitverantwortung für den Völkermord bekenne. Das Deutsche Reich war seinerzeit mit dem Osmanischen Reich verbündet und hatte den Völkermord billigend in Kauf genommen. Er erinnerte daran, dass armenische Flüchtlinge 1994 wegen drohender Abschiebung in der Stadtkirche Kirchenasyl fanden und schon zu DDR-Zeiten unter dem Dach der Kirche 10 000 Mark für armenische Erdbebenopfer gesammelt worden waren.

Die Einweihung begleitend wird bereits am Sonnabend, dem 16. April, um 19 Uhr in die Rathausdiele zu einer Lesung „Die ermordeten Dichter“ im Gedenken an die Opfer des Völkermordes an den Armeniern eingeladen, am Klavier armenische Pianisten. Wie 2015 wird am 24. April die armenische Flagge im Gedenken an den ­Völkermord halbmast geflaggt.

 

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