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CHATZIMARKAKIS: "SEIN TOD KOMMT ZU FRÜH UND DEFINITIV ZUR UNZEIT"

2016

CHATZIMARKAKIS:
03.02.2016

Es fällt schwer, es zu glauben: Am Sonntag, den 20. Dezember 2015 starb im Alter von erst 52 Jahren unser Freund Stamatis Assimenios. Den meisten Griechen war er über den TV-Sender SKAI als bestinformierter Korrespondent aus Deutschland bekannt. Sein „Heimatsender“ Deutsche Welle kooperierte schon viele Jahre mit dem griechischen Privatfernsehen und somit wurde Stamatis insbesondere in den Jahren der griechischen Euro-Krise als Deutschland-Erklärer berühmt. Was vor allem auffiel, war seine Objektivität. Dies war er als Journalist stets, trotz seiner athener-bürgerlichen Herkunft einerseits und den ersten politischen Erfahrungen in der kommunistischen Jugend in Griechenland andererseits. Sein Studium in Bonn, was später dann mit der völligen Übersiedlung nach Deutschland verbunden war, machte ihn dann zu dem, was er für uns alle war: Ein ganz bedeutender Faktor in den deutsch-griechischen Beziehungen und ein wesentlicher Kopf im Rahmen der Immigrantenverbände in Deutschland. Auch wenn er sich als Mensch der politischen Mitte definierte, der mit links liebäugelt, so beschränkte er sich auf seine Aufgaben im weiten Feld des Journalismus, abgesehen von einem kleinen Ausflug in den Ausländerbeirat der Stadt Bonn.
Geboren 1963 in Athen verbrachte Stamatis Assimenios seine Jugend in Griechenland, um später dann in Bonn zu studieren und 1991 mit dem Magister Artium der Politikwissenschaft abzuschließen. Es folgte von 1992 bis 1994 ein Aufbaustudium zur interkulturellen Pädagogik, der er zeitlebens treu blieb, auch innerhalb seiner deutsch-griechischen Familie mit zwei Töchtern. Seit 1994 wirkte er als Lehrbeauftragter im Bereich der Erziehungswissenschaft an der Universität Essen, wechselte 1996 bis 2000 als Lehrbeauftragter an die Universität Köln. Seit 1998 war Stamatis Assimenios Projektkoordinator der Bundesarbeitsgemeinschaft für Immigrantenverbände (BAGIV). Seine journalistische Laufbahn begann er 1997 als Mitarbeiter der griechischen Sendung des Bayerischen Rundfunks und gleichzeitig der Deutschen Welle, der er bis zuletzt treu blieb.
Stamatis Tod kommt für viele überraschend. Auf jeden Fall kommt er zu früh und definitiv zur Unzeit. Gerade jetzt, angesichts der großen Flüchtlingsbewegung nach Deutschland fehlt seine Stimme im Rahmen des interkulturellen Dialogs.
Er konnte den Kampf gegen seine hartnäckige Krankheit letztlich nicht gewinnen. Mit Stamatis Assimenios verlässt uns ein Mensch, der seine Mitmenschen respektierte. Selbst in seinem journalistischen Beruf verkniff er sich jegliche Arroganz und blieb allen politischen Lagern gegenüber tolerant. Sein tolerantes Gemüt war ausschlaggebend, dass er im Rahmen der Immigrantenverbände in Deutschland immer geachtet wurde. Auf sein Urteil kam es an und auf ihn war Verlass. Auch ich verliere einen Freund, der mir fehlen wird. Im Namen der Deutsch-Hellenischen Wirtschaftsvereinigung möchte ich seiner Frau Barbara und seinen Töchtern unser herzliches Beileid ausdrücken.
Jorgo Chatzimarkakis
Präsident der Deutsch-Hellenischen Wirtschaftsvereinigung DHW

 

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